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Berufstaucher

Taucherlehrgang in Hörstel

Text und Fotos von Roland Hanewald (4/98)

Der Lehrbetrieb der Wasser- und Schifffahrtsämter
 

Der Taucherlehrbetrieb der Wasser- und Schifffahrtsämter in Hörstel Bergeshövede (Niedersachsen) führt Taucherlehrgänge mit angeschlossener Prüfung zum Geprüften Taucher durch.

 

Praktische Ausbildung im Tauchlehrbetrieb der Wasser- und Schifffahrtsämter

 

Seit 1945 besteht der Taucherlehrbetrieb auf dem Gelände des Bauhofes Bergeshövede in Hörstel (westl. Rheine, Kreis Osnabrück).
Dort finden seit Ende des Zweiten Weltkriegs die Lehr­gänge und Prüfungen für die Berufstaucher der Wasser- und Schifffahrtsämter (WSA) statt.
Neben der Ausbildung zum Geprüften Taucher war früher auch die Ausbildung zum Tau­chermeister möglich; sie soll in Zukunft wieder in das Ausbildungsprogramm aufgenommen werden.
Lehrgänge und Prüfungen werden nach Bedarf angeboten. Die örtlichen Verhältnisse in Hörstel bilden eine gute Grundlage für die Ausbildung von Tauchern. Praktische Aufgaben und Prüfungen werden in der Schleuse eines Nebenarms des Dortmund-Ems-Kanals durchgeführt. Die Unterbringung der Teilnehmer erfolgt in Hotels.
Die Tauchstation verfügt über mehrere kleine Gebäude, in denen Ausrüstungsgegenstände - wie Material, Werkzeug und Geräte - verstaut werden.
Ein Pausenraum, ein Kompressor und ein Geräteschuppen gehören auch zur Anlage.
Der eigene Schulungsraum zeigt schon durch seine Ein­richtung, zu welchem Zweck er genutzt wird: Bilder und Model­le aus der Taucherei lassen keinen Zweifel aufkommen, wer hier was lernen soll.

 

Auf dem Weg zum Stropp meißeln.

Die Ausbildung


Während der Ausbildung nimmt jeder Jungtaucher der Wasser- und Schifffahrtsämter an drei Lehrgängen teil, die in Hörstel angeboten werden.
Die Ausbildung beginnt mit einem 6wöchigen Grundlehr­gang und ist nach dem dritten Lehrgang mit dem Abschluss Geprüfter Taucher beendet. Nach dem ersten Lehrgang ge­hen die Teilnehmer zurück zu den Taucherkolonnen der Bauhöfe und arbeiten dort als Jungtaucher. Nach ca. einem Jahr folgt ein dreiwöchiger Auf­baulehrgang, danach kehren die Teilnehmer wiederum zurück zur eigenen Taucher­gruppe.
Nach einem weiteren Jahr können die Jungtaucher an dem dritten und letzten Lehrgang teilnehmen: dem 3wöchigen Vorbereitungslehrgang mit anschließender Prüfung. In der Zeit zwischen den Lehrgängen findet neben der täglichen Praxis auch eine schulische Betreuung statt.
Lehrinhalte
Die Lehrgangsteilnehmer werden in Theorie und Praxis unterrichtet. Der theoretische Unterricht umfasst ein breites Spektrum: Gerätekunde, Tauchermedizin, Mathematik, Fachkunde und selbstverständlich auch die einschlägigen Sicherheitsvorschriften. In der Praxis wird der Umgang mit dem technischen Gerät gezeigt, erklärt und geübt, falls er durch die "heimische Arbeit" noch nicht zur Routine geworden ist.
Unter Wasser lernt der Teilnehmer, mit unterschiedlichsten Werkzeugen und Geräten umzugehen: Schweißen, Brennen, Spülen, Holzarbeiten - es gibt zahlreiche Möglichkeiten.


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