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Berufstaucher

Tauchen ist Vertrauenssache

von Dieter Harfst

 

Im Sommer 1980 erhielt der Autor aufgrund eines Vorschlags von der Münchner Firma Josef Riepl Bau A.G. den Auftrag, im Bereich einer Hafeneinfahrt in der Bregenzer Bucht (Bodensee) in Bregenz/Österreich-Vorarlberg, eine 1979 gebaute, 3 300 Meter lange, in einer maximalen Wassertiefe von 60 Meter verlegte Erdgashochdruckleitung auf einer festgelegten Strecke in ca. 30 Meter Wassertiefe vor mechanischen Schäden zu schützen. Die Leitung ist die Anbindung Vorarlbergs an das Netz der "Gasversorgung Süddeutschland GmbH".

Nach der bereits 1973 verlegten Erdgasdoppelleitung durch den Traunsee in Oberösterreich auf einer Länge von elf Kilometer und einer maximalen Wassertiefe von 196 Meter, bei deren Verlegung der Autor als Bauleiter eingesetzt war, war dies die zweite in dieser Art verlegte Leitung, die in dem so genannten "Freien Abwurf" nach dem Riepl/Ursprungverfahren erfolgte.

Bei diesen Arbeiten ist der Einsatz von Tauchern unabdingbar. Die Arbeiten mit den Tauchern Günter Zimmer als technischem Leiter vor Ort, Heinz Ellerhold und Wolfgang Voß wurden ohne technische Probleme durchgeführt und abgeschlossen. Die Leitung war in den Uferbereichen bis zu einer Wassertiefe von zehn Meter mit einer Überdeckung von einem Meter eingegraben und wurde an der Strecke mit Nylonsäcken (1,5x0,8 m, gefüllt mit Sand 0-8mm) geschützt. So weit, so gut.

Nun ergab es sich, dass der berühmte Tiefseeforscher Jacques Piccard mit seinem Tauchboot "Forel" von der Staatsanwaltschaft den Auftrag bekam, für einen Mordprozess gegen einen Yachtbesitzer, der im Verdacht stand, Boot und getötete Ehefrau nach der Tat im Bodensee versenkt zu haben, diese als Beweismittel zu bergen. Soweit bekannt, ist dies auch gelungen.

Diese Gelegenheit nutzte der Bauherr, wie aus den "Vorarlberger Nachrichten" vom 20. und 23. Januar 1981 zu lesen war, die Leitung auf der Tiefenstrecke ab 10 Meter abzufahren und zu kontrollieren. Stellen Sie sich vor, wir hätten vorher "gepfuscht" - spätestens jetzt wäre es "ans Tageslicht gekommen"!!

Jedoch: Als Bestätigung für die korrekte Ausführung der Arbeiten erhielten wir von der Gesellschaft - zusammen mit Kopien der Zeitungsartikel - eine Bestätigung über die korrekte Ablieferung der UW-Arbeiten.


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