DIE PROFITAUCHER - Jürgen Hock - Grootkoppel 29 - 23558 Lübeck - Germany
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DLRG

Tauchereinsatz der

DLRG-Bremen-Nord

 

v. Dr. Männche, Leiter Taucheinsatzzug

 

Auch für die DLRG-Taucher kann es unter Umständen zu Einsätzen kommen, bei denen ein PKW geborgen werden muß.

 

Das Auffinden eines PKW:

Ist die Stelle eines im Wasser verunfallten PKW von oben nicht festzustellen, müssen in unseren zumeist trüben Ge­wässern Hilfsmittel zum Auffin­den ausgebracht werden. Steht kein dreidimensionaler Sonarscanner zur Verfügung, sollte im Interesse einer eventuell verunfallten Person im Pkw die Suche so schnell wie möglich durchgeführt werden. Hier hat es sich bewährt, eine durch Handleinen miteinander ver­bundene Tauchergruppe mit einer nicht schwimmenden Signalleine, gegebenenfalls unter zusätzlicher Zuhilfenahme vom Tauchertelefon, von der Absturzstelle in einem Halbkreis um den vermuteten Lageplatz des Objekts zu führen. Dabei verhakt sich die Signalleine in der Regel am PKW und die Taucher treffen alsbald auf das Fahrzeug. Zu­erst wird es auf eingeschlossene Personen untersucht, eine Markierungsboje wird gesetzt und für die Polizei wird eines der Kennzeichenschilder abmontiert.

 

Planung der Bergung:

Oft ist es sinnvoll, PKW mit Auftriebskörpern zu heben, da die am nächsten liegende Uferstelle meist nicht geeignet ist, das Fahrzeug an Land zu zie­hen. Zu große Entfernungen zwischen der Bergungsstelle an Land und dem Ort des Auf­findens unter Wasser sind dann mit der Schlepptrosse des Bergungsfahrzeugs nicht zu überwinden. Zudem führt der direkte Zug am havarierten Fahrzeug häufig zu schwersten Beschädigungen mit der Folge von Öl und Treibstoffaustritt. Ebenso kommt es zur Behinderung der kriminalpolizeilichen Spurensuche. Für den Einsatz der Hebesäcke und Schlepptrossen sollte man das Eigen­gewicht des PKW kennen. Der Einsatzleiter kann daraus die benötigte Größe der zu ver­wendenden Hebesäcke be­rechnen.

 

Bergung:

Bei dem PKW werden um die Radaufhängungen entsprechende Trossen gelegt und mit einem Schaekel jeweils ein He­besack entsprechender Größe angebracht. Gleichzeitig bringt man nun an der Achse, die nicht den Motor trägt, eine Y-Trosse an (zum späteren Aufnehmen durch das Bergefahrzeug). Ist der PKW an der Oberfläche erschienen, kann er nun leicht von Hand an eine für die Bergung günstige Stelle gezogen werden.

 

Das Anblasen der Hebesäcke:

Dieser Vorgang ist nicht als harmlos zu bezeichnen. Durch ungleichmäßigen Auftrieb während des Hebevorgangs, kann das PKW-Wrack umschlagen und die Taucher gefährden. Wir verwenden daher eine Luftversorgung der Hebesäcke von Land aus, die ein gleich­mäßiges Anblasen erlaubt. Sind die Taucher aus dem Wasser, werden die Hebesäcke gefüllt. Ist der PKW an der Oberfläche erschienen, kann er nun leicht von Hand an eine für die Bergung günstige Stelle gezogen werden.

Besondere Erschwernisse können sich durch die unter­schiedlichsten Bedingungen ergeben, die der Situation entsprechend vor Ort gelöst werden müssen.

 

 

Links:
Homepage der DLRG: http://www.dlrg.de/
Inselstadt Ratzeburg: http://www.ratzeburg.de/


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