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Historie

Die Kathedrale von Winchester

Text, Fotos und Archivbilder von Gert Augustinski

 

Eine phantastische taucherische Leistung vollbrachte in den Jahren 1906 bis 1912 der englische Taucher William Robert Walker: Er rettete in sechsjähriger harter und schwieriger Arbeit die Kathedrale von Winchester vor dem Einsturz.

Besucht man die Kathedrale von Winchester, eine der schönsten und bedeutungsvollsten Kathedralen Englands, ist der Besucher überrascht, wenn er die Tatsache erfährt, dass man es einem Taucher zu verdanken hat, dieses großartige Bauwerk heute noch in seiner ursprünglichen Schönheit besichtigen zu können.

Die Kathedrale wurde im Jahre 1079 unwissend auf einer Torfschicht errichtet. Als im Jahre 1079 die Fundamente für die Kathedrale gelegt wurden, wussten die Baumeister nicht, dass sie die Gründungsbohlen und somit das mächtige Bauwerk auf einer tief gelegenen, etwa einen Meter dicken Torfschicht errichteten, die sich unter einer festeren, aber dünnen Kalkschicht befand. Sie wurde für den festen Untergrund gehalten. Zusätzlich wurden an einigen Stellen zu den waagerecht verlegten Eichenbohlen senkrechte Eichenstämme bis in ein unter der Torfschicht liegendes festes Kiesbett getrieben. Diese Stämme gaben für Jahrhunderte hinweg den einzigen Halt für das gesamte Bauwerk.

 

Im Laufe der Jahrhunderte gab die Torfschicht dem massiven Druck des Bauwerks mehr und mehr nach. Die Kathedrale drohte auseinander zu brechen. Alle Versuche, das Gebäude durch angebrachte Stützen Schematische Darstellung der Arbeit unter der Kathedrale und Hineinpressen von Zement in entstandene Risse und Spalten des Mauerwerks zu retten schlugen fehl. Das Gebäude konnte nach eingehenden Untersuchungen die im Jahre 1905 vorgenommen wurden nur gerettet werden indem man die Torfschicht bis auf das darunter liegende Kiesbett entfernte und die dadurch entstandenen Hohlraume mit Beton und Mauerwerk bis an die unteren Mauerblöcke der Kathedrale neu auffüllte.

 

Entlang der Außenwände der Kathedrale wurden daraufhin einzelne Schächte und Querstollen unter dem Fundament gegraben und die freigelegten Mauerblöcke mit Bohlen und Querverstrebungen abgestützt. Die Schächte aber füllten sich ab einer Tiefe von 3.50 Metern schnell mit trübem Grundwasser, das in Folge der sehr schnell nachlaufenden Wassermenge und großem Schlammvorkommen nicht genügend abgepumpt werden konnte. Ein Taucher musste also in diese Schächte hinabsteigen und die Torfschicht unter dem Fundament entfernen. Für diese Arbeit stellte die Firma Siebe Gorman ihren Mitarbeiter, den erfahrenen Taucher William R. Walker zur Verfügung denn wie die Firmenleitung wohl ahnte und es sich auch später bestätigen sollte. war nur er für diese Arbeit geeignet.

William Walker wurde 1864 geboren. Er erlernte mit 23 Jahren das Handwerk des Berufstauchers und wurde als fertig ausgebildeter Tauchermeister Mitarbeiter der Firma William Robert Walker - THE DIVER.

 

 


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